Meine Story

Es fing eigentlich alles an, als ich 3 Jahre alt war und meine Eltern mich das erste Mal auf Skier gestellt haben. Für mich gab es eigentlich keine andere Option als das Skifahren, weil dieser Sport einfach in meiner Familie liegt. Mein Vater war Trainer, meine Mutter war früher auch im Skirennsport aktiv, mein Bruder war Alpinskirennläufer und ist jetzt, wie ich, im Skicross unterwegs. Dann gibt es noch meine Schwester, die früher auch Skirennen gefahren ist, aber jetzt nicht mehr. Ich bereue es aber überhaupt nicht, dass ich mit dem Skirennsport groß geworden bin, denn für mich gibt es nichts Schöneres, als in den Bergen zu sein und meine Spuren in den Schnee zu ziehen.

Ski Alpin

Wie schon erwähnt stand ich mit 3 Jahren das erste Mal auf meinen zwei Brettern, habe mir dann am Anfang gleich einmal mein Schienbein gebrochen, aber alles halb so wild, weil ich noch jung war und da heilen Brüche bekanntlich schneller. Bis zur Saison 2012/2013 war ich fleißig am trainieren, denn in dieser Saison bestritt ich meine ersten Rennen. Von dort an war klar, dass ich eine Racerin bin, deswegen habe ich meine Leidenschaft bis zur Saison 2016/2017 im SCO Kinderkader verfolgt. In der darauffolgenden Saison wurde ich dann in den SCO Schülerkader aufgenommen und konnte mich durch die tollen Leistungen in meinem ersten Schülerjahr (Saison 2017/2018) bis in den VSV (Vorarlberger Ski Verband) hocharbeiten.
Mit dem VSV konnte ich dann in der Saison 2018/2019 in Kaprun bei den Schülertestrennen, im Parallelriesentorlauf, meinen ersten nationalen Sieg in meiner Altersklasse heimfahren und natürlich noch viele weitere Erfolge feiern.
Ich wollte meine Leidenschaft auf jeden Fall auf dem bestmöglichen Weg verfolgen, deswegen habe ich mich in der zweiten Klasse der Unterstufe dazu entschieden in die Skimittelschule in Schruns zu wechseln, zuvor habe ich die Sportmittelschule in Rankweil besucht. In meinem ersten Jahr an der Schule in Schruns hatte ich einige Erfolge bei VSV Rennen, aber National hatte ich Schwierigkeiten, um die Spitzenplätze zu kämpfen.
In meinem zweiten und auch schon letzten Jahr an der SMS Schruns war dies aber nicht so, denn dort hatte ich wirklich ein sehr gutes Jahr. Ich konnte in der Saison 2019/2020 nämlich nicht nur Erfolge bei uns im Ländle feiern, sondern auch auf nationaler Ebene. Zu diesen Erfolgen zähle ich vor allem die Schülertestrennen am Kreischberg (Steiermark), bei denen ich jeweils im Slalom, Riesentorlauf und Parallelriesentorlauf auf dem Podium stand, aber auch die Österreichischen Meisterschaften am Hochficht (Oberösterreich), wo ich im Riesentorlauf den sehr guten 3. Platz mit Laufbestzeit im zweiten Durchgang erzielt habe, im Slalom den 5. Platz und in der Kombination den hervorragenden 3. Platz. Viele dieser Erfolge habe ich auf jeden Fall meiner Klasse zu verdanken gehabt, denn meine Klassenkameraden waren auch meine Trainingskollegen, sie haben mir geholfen, mich zu pushen und mir das beste Umfeld gegeben, um erfolgreich zu sein, ebenso hat mein Trainer, Manuel Kaufmann, einen großen Anteil zu meinem Erfolg damals beigetragen, denn er wusste genau welche Feedbacks ich brauchte.
Nach dieser bombastischen Saison war ich voll motiviert und entschied mich, ins Skigymnasium in Stams zu gehen, um weiterhin meine Träume zu verfolgen. In meinem letzten Schülerjahr, der Saison 2020/2021, konnte ich viele Erfolge auf vorarlbergerischer Ebene feiern. National war ich ebenfalls nicht allzu schlecht unterwegs und erreichte einige Top-10-Ergebnisse. Bei den Österreichischen Meisterschaften konnte ich jedoch meine Leistung nicht zeigen, da ich wegen Rückenschmerzen nicht in der Lage war, alles zu geben und im Riesentorlauf nach dem ersten Durchgang sogar aufgeben musste. Ich hatte nicht nur mit Rückenschmerzen zu kämpfen, sondern auch intern im Team, was mich mental zusätzlich belastete. Im Endeffekt betrachte ich dies jedoch nun als Vorteil, denn durch diese Erfahrung habe ich eine gewisse mentale Stärke entwickelt.
Jetzt sind wir am Ende meiner Schülerkarriere angelangt. Was folgt nun? Genau der FIS-Bereich. Wie bei so vielen war mein erstes FIS-Jahr alles andere als einfach. Es war eine Herausforderung, von erfolgreichen Schülerjahren in den FIS-Bereich zu kommen und an vergangene Erfolge anzuschließen. Erfolgreich war die Saison 2021/2022 nicht wirklich, trotzdem habe ich viel Wichtiges gelernt, und das war für mich das Wichtigste.
Ich versuchte, das Gelernte der Vorsaison so gut wie möglich in die nächste Saison (Saison 2022/2023) mitzunehmen, um es dann umsetzen zu können. Im Training funktionierte dies auch sehr gut, doch ich konnte meine Leistung nie ins Rennen umsetzen. Ich hatte, obwohl ich dachte, dass ich durch meine Erfahrung im Schülerbereich mental stärker geworden bin, tatsächlich sehr zu kämpfen. Bei manchen Telefonaten mit meinem Trainer habe ich sogar angefangen zu weinen, weil ich so verzweifelt war und nicht wusste was ich noch machen kann, um meine Leistung ins Rennen zu bringen. Durch Zufall bin ich dann im Jänner auf Skicross gestoßen, weil bei uns Rennen in der Steiermark abgesagt wurden. Ich bin dann mit meinen Eltern zu meinem Bruder auf die Reiteralm gefahren, um ihm eigentlich zuzusehen. Aber es blieb nicht nur beim Zusehen, denn der Trainer der Gruppe meinte, ich solle gleich mittrainieren. Trotz meines anfänglichen Respekts entwickelte sich aber schnell eine riesengroße Begeisterung für diesen Sport. Dennoch habe ich danach weiterhin nur alpine Rennen bestritten, bis März. Ich realisierte, dass ich einfach eine Pause von den ganzen Rennen brauchte und beschloss, einen kleinen Abstecher zu den Skicrossern zu machen, nur um meinen Kopf frei zu bekommen – was erstaunlich gut funktioniert hat. Nach ca. einem Monat Rennpause im Alpinbereich habe ich noch einmal zwei Rennen auf der Reiteralm im Slalom bestritten: Beim ersten Rennen habe ich nach dem ersten Durchgang geführt, im zweiten Durchgang jedoch beim letzten Tor eingefädelt. Ich habe noch nie so bitterlich geweint wie an diesem Tag, einfach weil ich dem Erfolg so nahe war. Beim zweiten Rennen am darauffolgenden Tag war ich nach dem ersten Durchgang auf Rang 2, hinter einer meiner besten Freundinnen, Lena Frommer. Vor dem zweiten Durchgang hatte ich dann jedoch wieder solche Angst davor, einzufädeln, wie am Tag zuvor, dass ich nicht mit Vollgas gefahren bin. An diesem Tag wurde mir bewusst, dass mir der alpine Skirennsport eigentlich nicht mehr so viel Freude bereitet, wie er es mir schon einmal tat. Im Skicross habe ich in einem Monat, in dem ich es ausprobiert habe, so schnell so viel Spaß und so viel Freude gefunden, dass für mich die Entscheidung eigentlich feststand, zum Skicross zu wechseln.

Skicross

Im Skicross habe ich meine Leidenschaft und Spaß zum Schifahren wiedergefunden und dies nur wegen des tollen Umfelds in diesem Sport. In unserer Sparte sind wir zwar nicht allzu viele Athleten, aber genau das macht Skicross zu einer großen Familie. Skicross ist zwar eine Einzelsportart, für mich zählt es jedoch als Teamsport, denn den Support, den man vom Team bekommt ist unglaublich!
Nach meiner Entscheidung zu wechseln wurde ich direkt in den ÖSV-C-Kader aufgenommen. Dass ich mich in der Sportart wohlgefühlt habe, hat man an meinen Ergebnissen absolut erkennen können. Die Ergebnisse und Erfolge der Saison 2023/2024 finden Sie hier: Erfolge 2023/2024.
Nach so einer erfolgreichen Saison, war es für mich möglich, in den ÖSV-B-Kader aufzusteigen, leider habe ich mir im Sommertraining einen Bandscheibenvorfall zugezogen und falle deswegen für die kommende Saison aus. Dennoch blicke ich zuversichtlich auf die Saisonen danach.
Mein Ziel, welches ich unbedingt erreichen möchte, ist die Teilnahme an der WM 2027 im Montafon.